Diese Arbeitsgruppe soll eine fachliche Vertiefung der Weiterbildung "Die letzten vier Wochen und Geburtsbeginn" sein und auch zur Aufarbeitung zwischenzeitlich entstandener Fragen dienen.
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Schulung/en zur praktischen Anwendung und Umsetzung des HebammenHandwerks -
4 aufeinander aufbauende Module, die unten näher definiert sind
Kontinuierlich das überlieferte geburtshilfliche Wissen auf seine naturgemäß geltenden Gesetzmäßigkeiten und Erkenntnise zu überprüfen und für die Anwendungen in der heutigen Praxis aufzubereiten, zu vertiefen und begreifbar zu machen, ist ein lebenslanger Prozess. Dies schafft die Grundlage sowohl für gesunderhaltende und sichere Arbeitsabläufe in der rein hebammengeleiteten Betreuung und Geburtshilfe, als auch für eine klar strukturierte und fachlich korrekte Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten.
Heute gibt es nur noch wenige Hebammen, die das ursprüngliche, überlieferte und unmittelbar anwendbare Hebammenwissen in ihrer täglichen Arbeit anbieten. Irmgard Rowold und Sigrid Kopp sind zwei langjährig praktisch tätige Hebammen, die sich im Bereich der Geburtshilfe und Frauengesundheit aufgrund vertiefender Fachliteratur der letzten 300 Jahre spezialisiert haben. Es ist ihnen eine Herzensangelegenheit diese verantwortungsvolle und sichere Arbeitsweise weiterzugeben.
Die grundsätzliche Ausrichtung der Schulungen gilt der Gesunderhaltung von Frau und Kind, der Förderung deren Bindung sowie der Stärkung der Familie. Deshalb stützen sich die Schulungen auf Kennzeichen und Voraussetzungen von erfolgreichem Management. Sie wurden in der gesichteten Fachliteratur entschlüsselt und definiert. Daraus resultieren klare Arbeitsabläufe, die vermittelt werden. Die auf Kenntnis beruhende, fachgerechte Handlung und wissende Zurückhaltung führen so zu Effektivität und Effizienz im täglichen Praxisalltag. Wir schützen damit die Betreuten und uns als Fachpersonal vor Ungeduld, Über- oder Unterversorgung und handeln im Sinne des Ökonoms Peter Drucker, der sagt: "Es geht nicht nur darum, dass man die richtigen Dinge tut, sondern man muss die Dinge auch richtig tun".
Das vermittelte Wissen der einzelnen Module kann sofort angewandt werden und trägt somit in der Praxis umgehend zu erhöhter Wirksamkeit bei der Erreichung der definierten Ziele - wie der nachhaltigen Gesunderhaltung der Frau und ihres Kindes - bei.
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Diese Arbeitsgruppe soll eine fachliche Vertiefung der Weiterbildung "Die letzten vier Wochen und Geburtsbeginn" sein und auch zur Aufarbeitung zwischenzeitlich entstandener Fragen dienen.
Hebammengeleitete Geburtshilfe - normale Geburt, Dammschutz & Plazentaphase
Der Geburtsmechanismus wird unter Berücksichtigung der begünstigenden Faktoren ausführlich betrachtet. Dabei wird ein besonderer Augenmerk sowohl auf die Beurteilung der Wehentätigkeit und deren Auswirkung auf den Geburtsverlauf, als auch auf das Verhalten des Kindes gelegt. Die Geburtsleitung regelrechter Geburten unterscheidet sich wesentlich von regelwidrigen Geburten und erfordert eine wissende, teils abwartende, teils regulierende Betreuung. Abweichungen von der Norm zeitgerecht zu erkennen, gilt allgemein als Voraussetzung für erfolgreiches Management und Professionalität unter der Geburt, unabhängig vom Geburtsort. Die Zusammenhänge einzelner Symptome, sowie Kriterien zur Verlegung werden klar definiert und dienen als Richtschnur in der rein hebammengeleiteten Geburtshilfe in Abgrenzung zur ärztlichen Tätigkeit.
Die traditionell der Gesunderhaltung von Mutter und Kind verpflichtete Hebamme handelt auf der Grundlage eines kompetenten, würdevollen und bindungsorientierten Beistands und legt während der Geburtsphasen den Schwerpunkt stets auf präventive und regulierende Maßnahmen, um geburtshilflichen Notfällen vorzubeugen.
Die Unversehrtheit des Dammes, beziehungsweise die Einschränkung von Rissverletzungen während (und nach) der Geburt, hat für Frauen eine lebenslange Bedeutung. Aus diesem Anlass nimmt der Dammschutz eine zentrale Stellung in der Ausübung des Hebammenhandwerks ein, insbesondere die Erläuterung und Prognose der auf den Dammschutz einflussnehmenden Kriterien seitens der Gebärenden und des Kindes.
Die Arbeit nach klaren Regeln und messbaren Beurteilungkriterien ist Voraussetzung für die gesundheitsgemäße Leitung der Plazentaphase. Dies ermöglicht die Reflexion des eigenen Handelns und eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Hebammen und Fachärzten. Daraus ergibt sich nicht nur eine effektive und effiziente Arbeitsweise der Hebamme, sondern auch eine ressourcenschonende Entbindung für die Frau.
Das Neugeborene und seine Erstversorgung, das Verständnis für seine physiologischen Umstellungsvorgänge, sowie die bei Bedarf durchzuführenden regulierenden Handlungen sind weitere Inhalte.
Lernziele
Diese Arbeitsgruppe soll eine fachliche Vertiefung der Weiterbildung "Geburtshilfe, Dammschutz und Plazentaphase" sein und auch zur Aufarbeitung zwischenzeitlich entstandener Fragen dienen.
Wochenbett
Im letzten Modul wird die Physiologie des Frühwochenbetts besonders im Hinblick auf die Schwangerschafts- und Geburtsanamnese betrachtet. Daraus ergeben sich für die betreuende Hebamme entprechende pflegerische Maßnahmen und Handlungen, um die Schonung der Ressourcen der Wöchnerin und des Neugeborenen zu gewährleisten.
Der Schwerpunkt liegt auf dem klaren Ablauf und der Durchführung der Wochenbettuntersuchungen an Mutter und Kind. Hieraus ergibt sich die gezielte Beratung zu Lebensführung, Pflege und Ernährung, Rückbildung und Bänderschonung, zur Organisation und Rhythmuslenkung im Wochenbett immer mit Blick auf die Unterstützung der Mutter- und Kindbindung.
Dies sind die Voraussetzungen für das frühzeitige Erkennen von Regelwidrigkeiten und einer entsprechenden Weiterleitung an den Facharzt. Pflegerische Maßnahmen werden stets mit Blick auf Erhalt der Gesundheit von Mutter und Kind durchgeführt oder angeordnet, sind also gleichermaßen als Weichenstellung für künftige gesunde Schwangerschaften der Frau zu betrachten.
Ein besonderer Fokus wird sowohl auf erfolgreiches Stillen und ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge von Stillproblemen gesetzt, als auch auf präventive Handlungsempfehlungen, die sich daraus ergeben.
Den Abschluss bildet die abschließende Untersuchung durch die Hebamme im Spätwochenbett.
Lernziele